Europa- WAKE UP!

An Krisenmeldungen, Untergangsszenarien und aktueller politischer und wirtschaftlicher Berichterstattung über die Lage in Griechenland mangelt es nicht. Doch wie empfindet die griechische Bevölkerung, wie nehmen die kreativen und jungen Griechen ihre eigene Situation wahr? Wir möchten im Rahmen einer Fotoausstellung über Street Art in Athen einen unmittelbaren, persönlichen Blick „von innen“ auf die Stimmung in Griechenland werfen.

IN EINEM SATZ…

Das Projekt ist als eine Wanderausstellung durch Konstanz, Ulm, Göttingen, Lüneburg und Hamburg konzipiert, die in Fotografien von Graffiti aus Athen griechischen Streetartkünstlern eine Stimme verleihen möchte.

 

THEMA KRISE? THEMA NEUANFANG!

Das Thema des Projekts ist eine Neuverhandlung der Krise der Europäischen Union. Es soll anhand der Fotografien gezeigt werden, dass Griechenland sich nicht nur politisch und in öffentlichen Protestbewegungen mit der Krise auseinandersetzt, sondern die aktuelle Situation auch im Stadtbild reflektiert wird. Dabei wird besonderer Wert auf die Subjektivität der künstlerischen Ausdrucksweise gelegt, indem jedes Graffiti als ein Statement eines oder mehrerer Individuen gesehen wird. Gleichzeitig zeigt die inhaltliche Rahmung durch Zitate aus deutschen Medien, sowie durch die Diskussionen und Publikumsgespräche, dass auch dieses Statement eine gesellschaftliche Dimension besitzt. Somit tritt in der Ausstellung einerseits eine deutsche mit einer griechischen Perspektive, als auch ein individuelles Statement im urbanen Raum mit einer medial vermittelten, verallgemeinerten Sichtweise in Dialog.

 

UND WIE?

Auf 21 großformatigen DIN A2-Abzügen wird auf künstlerische Art die Krise und die aktuelle Situation in Griechenland verhandelt.

Damit stellt Street Art in Athen nicht nur ein Gegengewicht zu der rational-politisch geführten Diskussion dar, sondern macht im Gegensatz zu Massendemonstrationen auch stillen, sehr individuellen Protest sichtbar.

Die Fotografien werden durch Zitate verbunden, die deutschen Medien entnommen sind und daher die deutsche Perspektive auf die Krise widerspiegeln. Damit soll nicht nur die oft gegensätzliche Sichtweise auf die gemeinsame europäische Krise aufgezeigt werden, sondern auch das Spannungsverhältnis zwischen persönlich-emotionalen Statements in der Streetart auf der einen Seite und verallgemeinerter Massenkommunikation auf der anderen Seite in den Fokus gerückt werden.

 

UNSER PROJEKTZIEL

Das Ziel ist es, damit darauf aufmerksam zu machen, dass von der oft vereinfacht als rein griechische, rein wirtschaftliche Krise dargestellten Situation einzelne Subjekte betroffen sind. Damit soll die Solidarität und die Empathiefähigkeit gestärkt werden, um sich gemeinsam für dieses europäische Problem verantwortlich zu fühlen.